Студопедия  
Главная страница | Контакты | Случайная страница

АвтомобилиАстрономияБиологияГеографияДом и садДругие языкиДругоеИнформатика
ИсторияКультураЛитератураЛогикаМатематикаМедицинаМеталлургияМеханика
ОбразованиеОхрана трудаПедагогикаПолитикаПравоПсихологияРелигияРиторика
СоциологияСпортСтроительствоТехнологияТуризмФизикаФилософияФинансы
ХимияЧерчениеЭкологияЭкономикаЭлектроника

Die belarussische Nationalbibliothek

Die Nationalbibliothek in der Hauptstadt Minsk ist die wichtigste Depotbibliothek der Republik und verfügt über die vollständigste universelle Sammlung belarussischer und ausländischer Bucher u.a. Dokumente. Sie gewährleistet den Aufbau der Bestande, die ihrem Inhalt, ihrer Sprache bzw. der Autorenschaft nach mit der Republik zu tun haben und erfüllt Archivfunktion für Dokumente der UNO und der UNESCO. Die Nationalbibliothek koordiniert die Tätigkeit der Bibliotheken republikweit.

Sie wurde 1922 als Belarussische Staats- und Universitätsbibliothek gegründet und 1926 in eine selbständige Einrichtung - die Belarussische Staatsbibliothek - reorganisiert. 1932 zog sie in ein neues Gebäude um, das nach dem Entwurf des Architekten G. Lawrow errichtet worden war, einer der ersten Bibliotheksbauten in der UdSSR. Den Benutzern wurden ein allgemeiner Lesesaal mit 400 Plätzen, ein Lesesaal für Wissenschaftler, eine Informations- und bibliographische Abteilung, eine Ausleihe sowie ein Bereich der methodischen Arbeit zur Verfügung gestellt.

Zu Beginn des Jahres 1941 war die Staatsbibliothek das Zentrum des Bibliothekswesens in Belarus, mit einem Buchbestand von 2 Millionen Exemplaren und fünfzehntausend Lesern.

Während des Krieges wurde der wertvollste Teil der Bestande nach Deutschland gebracht und zum Teil vernichtet. In Minsk blieben ca. 300 000 Bücher. Es waren enorme Anstrengungen erforderlich, um den Bestand der Bibliothek wiederherzustellen. Ein Teil der abtransportierten Bücher wurde in Deutschland, Polen, der Tschechoslowakei wiederentdeckt und in die Bibliothek zurückgebracht.

Bereits 1948 hatten die Bestande der Menge nach die Zahlen der Vorkriegszeit erreicht, doch hinsichtlich der Qualität waren sie mit diesen nicht gleichwertig. Einige Lücken konnten bis heute nicht geschlossen werden. Die Bibliothek diente als Basis für die Gründung der größten Bibliotheken der Republik. Vier ihrer Filialen - in Gebietshauptstädten (Brest, Gomel, Mogiljow und Witebsk) - wurden in Gebietsbibliotheken und die fünfte in die Regierungsbibliothek (heute Präsidentenbibliothek) reorganisiert.

Das Bibliothekswesen und die bibliothekarische Ausbildung in der Republik Belarus (Weißrussland) der funktionierte, als selbständige Einrichtung ausgegliedert. Im Unterschied zu Nationalbibliotheken einiger anderer Staaten wird die Nationalbibliographie von der Nationalen Buchkammer herausgegeben. Heute besitzt die Nationalbibliothek über 7,4 Mio. in mehr als 50 Sprachen, darunter enthalt der Bestand 23,8 Mio. Zeitungen und 2,6 Mio. Zeitschriften, 14 000 Landkarten, 78 600 Noten, 100 000 Bildmaterialien sowie 29 500 AV-Medien. Der Stolz der Bibliothek ist die 62 000 Ex. zahlende Sammlung von Manuskripten, Frühdrucken, darunter Inkunabeln aus dem 15. Jahrhundert, Bücher mit Autographen von Dichtern, Künstlern, bekannten Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. Das Juwel der Sammlung sind die 1517-1519 in Prag gedruckten Bücher von Fr. Skaryna sowie die Editionen von Iwan Fjodorow und Pjotr Mstislawetz. Seit Beginn der 90er Jahre vervollständigt die Bibliothek ihre Bestande mit neuen Medien, darunter CDs und Multimedia.

Wichtig für die Gewährleistung der systematischen Vervollständigung ihrer Bestande wurde das Recht auf Erhalt des Pflichtexemplars der Druckerzeugnisse der UdSSR und der BSSR - später der Republik Belarus -, das die Bibliothek fast seit ihrer Gründung erworben hat. Die Nationalbibliothek ist eine allgemein zugängliche Bibliothek, die am nationalen und internationalen Leihverkehr beteiligt ist. Rund 1000 Bibliotheken im In- und Ausland nehmen die Dienstleistungen der Fernleihe in Anspruch.

Die Nationalbibliothek koordiniert den Aufbau einer einheitlichen nationalen Bestandsdatenbank. Die Kataloge und Karteien der Bibliothek selber umfassen mehr als 30 Mio. Karten. Seit 1993 wird ein elektronischer Katalog geführt. Heute werden die Akzessionen mit Computer bearbeitet. Über 100 PCs sind zu einem lokalen Netz innerhalb der Bibliothek verbunden.




Дата добавления: 2015-04-11; просмотров: 60 | Поможем написать вашу работу | Нарушение авторских прав

1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | <== 18 ==> |


lektsii.net - Лекции.Нет - 2014-2024 год. (0.006 сек.) Все материалы представленные на сайте исключительно с целью ознакомления читателями и не преследуют коммерческих целей или нарушение авторских прав